Schüler schützen sich selbst
Keiner wird ein Schläger
Ein bisschen China ist auch dabei
Kinder KungFu
WT als Schulprojekt
Ein Leben für die Kampfkunst
Sie ‘kleben‘ an ihren Gegnern
Wing Tsun – die geheimnisvolle Kampfkunst
http://www.hna.de/wolfhagenstart/00_20090306165423_Schueler_schuetzen_sich_selbst.html
Wolfhagen. Sich behaupten, sich selbst schützen können und gegen Gewalt zu kämpfen, das ist das Ziel des Gewaltpräventionskurs an der Wilhelm-Filchner-Schule und vor allem in der EWTO Akademie Wolfhagen. Im Selbstverteidigungsgrundkurs in der Schule lernten 60 Schüler der 5. und 6. Klasse wie sie sich selbst verteidigen können.
Die Kursleiter Ingo Vollmer und Yvonne Risch führten unterschiedliche Situationen vor, in denen man sich als jüngerer Schüler oft nicht traut, sich zu behaupten. Mit dem Test am Ende der Übungseinheit stand fest: Die Teilnehmer wissen, wie sie sich verteidigen müssen. Und auf die Frage, ob die Schüler Spaß hatten, kam ein vielstimmiges "Ja!". Regelmäßige Kurse werden an der EWTO Akademie in der Wolfhager Schützebergerstraße dienstags und donnerstags von 18.30 bis 20.00 Uhr, und samstags von 13.30 bis 15.00 Uhr angeboten. "Gefährliche Situationen können ja immer kommen, da ist es gut, wenn man weiß, wie man sich verteidigen muss.", so Anna Himmelreich, die seit drei Wochen an den Kursen der EWTO Akademie teilnimmt.
Infos im Internet
"Kids-Wing Tsun" ist der Kurs für sichere, gesunde und selbstbewusste Kinder, der von Erziehern, Polizeibeamten, Physio- und Ergotherapeuten entwickelt wurde. Weitere Informationen zu den Kursen und den Methoden gibt es im Internet: www.ewto-akademie-vollmer.de
Wabern. "Wir lernen Nein zu sagen, laut und deutlich", erklärt Wing-Tsun-Trainerin Yvonne Risch den Kindern des Waberner Kindergartens. Das wird gemeinsam geübt, mit viel Spaß, Bewegung und Lautstärke. Einmal im Jahr können die Vorschulkinder an einem Selbstverteidigungskurs im Kindergarten teilnehmen.
Die 34-jährige, die auch Erzieherin im Waberner Kindergarten ist, zeigt den Mädchen und Jungen, wie man Konfliktsituationen erfolgreich und gewaltfrei bewältigen kann. In Rollenspielen üben sie, Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen oder durch Worte zu lösen.
Nur wenn das nicht gelingt, dürfen auch mal die flachen Hände zur Abwehr eines Angreifers eingesetzt werden. "Mir ist in erster Linie die Selbstbehauptung wichtig, so dass Kinder gar nicht erst in schwierige Situationen kommen", sagt Risch. Niemand solle zu einem Schläger erzogen werden. Sensibel sein für gefährliche Situationen und ein starkes Selbstbewusstsein, das seien die Ziele. Eine selbstsichere Ausstrahlung schütze vor einer möglichen Opferrolle.
Zur Gewalt zähle häufig das Abzocken, erklärt die Selbstverteidigungstrainerin. Gemeint ist das gewaltsame Entwenden von Gegenständen wie Handys und MP3-Spielern. Auch solche Situationen werden spielerisch geübt.
Eine Gruppe bekommt eine Wäscheklammer vorne an den Pullover geklemmt, die einen wertvollen Gegenstand darstellt. Die andere Gruppe spielt die Angreifer und versucht, mit Drohgebärden, Zugreifen und Befehlen wie "Gib mir das Geld!" dem Opfer die Klammer abzunehmen.
Schreien und abwehren
Das mögliche Opfer lernt, dem Angreifer auszuweichen, laut zu schreien und mit vorgestreckten Händen den Angreifer abzuwehren. Das laute Schreien soll andere Menschen, auf die Situation aufmerksam machen, erklärt Risch den Kindern: "Wenn Euch jemand hört, kann er Euch helfen."
Die Übungen machen den Kindern viel Spaß. Besonders das laute Rufen, das aber nicht allen leicht fällt. Auch das Stoppen mit den Händen wird eifrig trainiert. "Niemand darf euch anfassen, wenn ihr das nicht wollt", schärft Risch den Kindern ein.
Yvonne Risch bietet die Kurse auch in anderen Kindergärten und Schulen an. Und wer mehr lernen möchte, kann bei ihr und dem Wing-Tsun-Team, unter anderem in Fritzlar, Wing-Tsun-Kurse besuchen. Kontakt: Yvonne Risch, Tel. 01 77/36 05 026.
Wabern. Elemente der chinesischen Verteidigungs- und Kampfkunst sind auch dabei: Jungen und Mädchen aus dem Waberner Kindergarten lernen, Gefahren auszuweichen und sich selbst zu verteidigen.
'Lass das. Du sollst mich nicht schubsen!‘ Mit straffer Körperhaltung macht die sechsjährige Jasmin dem gleichaltrigen Niklas klar, was sie von dessen Rempeleien hält. Zugleich lässt sie ihre Hände wie ein Schutzschild vor den Körper schnellen. Durch Rollenspiele vermittelt Yvonne Risch, Erzieherin und Lehrerin für Gewaltvorbeugung, den 23 künftigen Schulkindern Verhaltensweisen, um Gefahrensituationen abzuwehren.
So lernen die Mädchen und Jungen, sich aus direkten körperlichen Übergriffen wie Tritten und Festhalten zu lösen. Dazu nutzt Yvonne Risch einige speziell auf die Kinder zugeschnittene Elemente der chinesischen Kampfkunst Wing Tsun.
Es gehe keinesfalls darum, sich auf einen Kampf einzulassen, betont die Lehrerin. Vielmehr sei es für die Kinder vorrangig, sich schnellstmöglich einer Bedrohung und einem Angriff zu entziehen, fortzulaufen und andere Menschen auf die Gefahrensituation aufmerksam zu machen.
In dem wöchentlichen Training erlernen die Kinder auch Bewegungs- und Fallübungen und Konzentrations- und Entspannungsübungen. Wichtigstes Trainingszeil ist, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. (zse)
Die Bewegung von Kindern zu fördern sowie das Selbstbewusstsein zu stärken sind nur zwei der Inhaltspunkte, die Tanja Podjaski (li.) und Sabrina Lange in ihrer Wing Tsun Kinder Kung Fu-Gruppe Interessierten im Alter von 6-12 Jahren näher bringen möchten. Geleitet wird die Wing Tsun Akademie, Wilhelmshöher Allee 174, von Sifu Ingo Vollmer und Sifu Michael Stieler. Wing Tsun fördert die Konzentration und fördert den Stressabbau. Die Teilnehmer können in angstfreier Umgebung lernen, sich zu verteidigen. Spaß und spiel stehen dabei aber im Vordergrund. Interessierte, die mehr zu der Kindergruppe der Wing Tsun Akademie wissen möchten, bekommen unter Tel XXX nähere Informationen. Die Kindergruppe trifft sich XXX.
Eine riesige Resonanz erfuhr bei den Projekttagen vom 23.-25. Juni in der Gesamtschule Guxhagen ein WT-Lehrgang. Ca. 60 Mädchen hatten sich für diesen Lehrgang, den Sifu Ingo Vollmer (3. TG) und Michael Stieler (2.TG) sowie die beiden Ausbilder der Kasseler WT-Schule Torsten Damme und Katrin Friedrich abhielten, angemeldet. Bei sommerlichen Außenemperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit, die aber ihre Wirkung nicht verfehlte. Vor allem die ganz jungen Mädchen haben gleich engagiert mitgemacht; ihr Selbstbewusstsein ist sicherlich gewachsen. Sie wissen jetzt, dass sie sich nicht alles gefallen lassen müssen und sich auch als vermeintlich Schwache wehren können. Einige der Lehrgangsteilnehmerinnen werden sicherlich den Weg in eine nahe liegende WT-Schule finden, um WT intensiver zu lernen.
Fritzlar. Kampfkunst und waffenlose Selbstverteidigung - das ist "Wing-Tsun". Einst entwickelten Frauen in China aus traditionellen Kriegskünsten Wing-Tsun zu einem individuellen Selbstverteidigungssystem. 1972 wurde diese Kampfkunst durch Leung Ting in der Welt bekannt - heute trainieren etwa 100 000 Menschen in Deutschland "Wing-Tsun".
Wing-Tsun ist anders
Bei der Kampfkunst WingTsun wird nicht geblockt oder ausgewichen, wie es bei anderen Selbstverteidigungsarten der Fall ist. Der Wing-Tsun-Kämpfer ist sensibilisiert. Die kleiste Berührung durch einen Angreifer zwingt ihn zum Handeln. Dann klebt er an seinem Gegner und läßt ihm keinen Spielraum mehr. Jede gegnerische Attacke wird von einem Wing-Tsun-Kämpfer sofort zur eigenen Attacke genutzt, wobei er sich die Kraft des Gegners zunutze macht und gegen ihn selbst richtet. Der Wing-Tsun-Kämpfer benötigt ein Gespür für den richtigen Augenblick des Nachgebens, Reagierens und entschlossenen Angreifens.
Training auf engem Raum
Diese Kampfkunst kann auf engem Raum trainiert werden. Es gibt vier Prinzipien, auf denen sie basiert: Ist der Weg frei - Stoß vor. Bleib kleben. Gib nach. Und: zieht der Gegner sich zurück, folge ihm.
Wing-Tsun liegt die Philosophie der Beherrschbarkeit aller Körperfunktionen durch die Kontroller der Sinne zugrunde.
Schulen in der Region
Vollmer vermittelt diese Kampfkunst und hat dafür zahlreiche Wing-Tsun-Schulen eingerichtet. So kann in Fritzlar und Homberg Wing-Tsun erlernt werden. Seit sechs Jahren befindet sich eine Schule in der Martinsgasse in Fritzlar. Trainiert wird montags, mittwochs und freitags von 18.30 bis 20 Uhr sowie in der Kindergruppe montags und freitags von 17 bis 18 Uhr. In der Frauengruppe werden die Reflexe besonders trainiert. Gerade Frauen werden zunehmend Opfer von Verbrechen und müssen sich verteidigen können.
interessenten können an einem kostenlosen Probetraining teilnehmen. Weitere Informationen erteilt Ingo Vollmer von Montag bis Freitag zwischen 14 und 16 Uhr unter der Telefonnummer xxx. Mobil-Infoline: xxx
Bad Hersfeld. Das FBI, die GSG9, Spezialeinheiten der Kripo interessieren sich dafür, in Baden-Württemberg gehört es seit zwei Jahren zum Ausbildungsprogramm der SEK: Wing-Tsun.
"Wing-Tsun ist ein waffenlose Selbstverteidigung in wirksamster und konsequentester Form", bringt Michael Stieler, seit viereinhalb Jahren Wing-Tsun-Schüler, diese Selbstverteidigungsart auf eine Formel. Vom Kampfsport indes woller er und Ingo Vollmer, der bereits seit sieben Jahren Wing-Tsun betreibt und der 2. Technikergrad der Europäischen Wing-Tsun Organisation (EWTO) innehat, nichts wissen: "Wing-Tsun ist kein Kampfsport, es ist eine Kampfkunst", so Stieler. Vollmer und Stieler sind die Leiter der neuen Wing-Tsun-Schule in Bad Hersfeld, die seit einiger Zeit im alten Postgebäude in der Landecker Straße residiert. Dort im ersten Stock finden sich dienstags und donnerstags Angänger des Wing-Tsun ein, um in die Geheimnisse dieser etwa 300 Jahre alten Art des Kämpfens eingeweiht zu werden.
Wing-Tsun stammt aus China, wurde dort von Frauen aus traditionellen Kriegskünsten zu einem individuellen Seltverteidigunssystem weiterentwickelt. Weshalt Wing-Tsun gerade auch für Frauen und Kinder eine wirksame Selbstverteidigungsart ist. In China wurde Wing-Tsun allerdings nur innerhalb der Familien weitergegeben. Bis 1972 Leung Ting diese Kampfkunst in die Welt hinaustrug. In Deutschlan sind es derzeit etwa 100 000, die Wing-Tsun trainieren.
Nur ein Weg
Anders als bei anderen Selbstverteidigungsarten wird bei Wing-Tsun nicht geblockt oder ausgewichen, werden die Beine nur sehr wenig eingesetzt. Der trainierte Wing-Tsun-Kämper indes ist bis unter die Haarspitzen sensibilisiert. Die kleinste Berührung durch einen Angreifer zwingt ihn zum - fast automatischen - Handeln. Für den Wing-Tsun-Schüler gibt es dann nur noch einen Weg: und der führt nach vorn, zum Gegner hin. Der Wing-Tsun-Kämpfer "klebt" förmlich an seinem Gegner, läßt ihm keinerlei Spielraum mehr, er wird zum Alptraum. Denn jede gegnerische Attacke wird von dem Wing-Tsun-Kämpfer sofort zur eigenen Attacke genutzt, wobei sich der Wing-Tsun-Kämpfer die Kraft des Angreifers zunutze macht und gegen ihn selbst richtet. Das Gefühl für den richtigen Augenblick des Nachgebens, Reagierens und auch des entschlossenen Angreifens ist eigentlich zentraler Inhalt des Wing-Tsun-Trainings.
Wenige Regeln
Im Grunde genommen sind es nur wenige Regeln, die beachtet werden müssen, wobei Wing-Tsun gegenüber anderen Selbstverteidigungsarten den Vorteil hat, daß man es auf kleinstem Raum trainieren kann. "Es sind nur vier Prinzipien, auf denen Wing-Tsun basiert", erklärt Ingo Vollmer: "Ist der Weg frei - Stoß vor. Bleib kleben, gib nach - und: Zieht sich der Gegner zurück folge ihm".
Daß solcherlei natürlich trainiert werden muß, ist klar. "Doch schon nach einem Jahr kann man sich als Anfänger mit Wing-Tsun recht gut verteidigen", ist Ingo Vollmer überzeugt.
Bei Wing-Tsun gibt es keine sportlichen Vergleiche, es werden auch keine Gürtel verliehen. Der Kampfkunst, die in Europa von Großmeister Keith R. Kernspecht verbreitet wird, liegt die Philosophie der Beherrschbarkeit aller Körperfunktionen durch die Kontroller der Sinne zugrunde. Wer Wing-Tsun trainiert, lernt, den eigenen Körper für einen Angreifer "ungenießbar" zu mache, zumal er instinktiv handelt.
Ein Besuch (dienstag und donnerstag ab 18.30 Uhr) in der Wing-Tsun-Schule lohnt sich allemal, zumal man völlig neue Bewegungstechniken zu sehen bekommt, die in ihrer rasend schnellen Abfolge bei der Demonstration einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Eine Kinder- und Frauengruppe, so Ingo Vollmer, soll bald ins Leben gerufen werden.
WingTsun - hinter diesem geheimnisvollen Wort verbirgt sich eine traditionelle, waffenlose Selbstverteidigung wirksamster und konsequentester Form. Auch für Nichtathleten und das "schwache Geschlecht" bietet die Kampfkunst WingTsun die Möglichket, sich gegen Angriffe zu wehren und das Selbstbewußtsein zu stärken.
In Fritzlar besteht seit nun schon zwei Jahren eine Schule, die die traditionelle Kampfkunst unterrichtet. Leiter der Schule ist Ingo Vollmer, der in seiner WT-Laufbahn bereits den zweiten Technikergrad abgelegt hat. Seit sechs Jahren betätigt er sich in der Kampfkunst, nachdem er sieben Jahre lang sich dem Judo gewidmet hatte. Sein Lehrer Uwe Giese, der die Schule in Baunatal leitet, brachte ihm alle Kniffe bei.
Bei ihm steht Ingo Vollmer auch in ständigem Training, allein schon, um seine Schüler noch besser die Inhalte der waffenlosen Kunst zu vermitteln, denn wie Ingo Vollmer sagt: "WingTsun zeigen und WingTsun vermitteln sind zwei verschiedene Sachen. Etwas zu zeigen ist leicht, um etwas zu vermitteln muß man voll dahinter stehen." Daß er voll dahinter steht, hat sich in Fritzlar schon gezeigt. Von anfangs 9 Schülern ist die Zahl derzeit auf stattliche 83 Schüler angewachsen, darunter auch Frauen und Kinder. Für die Kinder hat Ingo Vollmer gleich eine eigene Trainingsgruppe gegründet: immer montags und freitags von 17 bis 18 Uhr kommen sie zu ihrem Recht.
Ein weiteres Merkmal für die Effektivität von WingTsun und der Qualität Vollmers Schule sind die vielen Schüler, die bereits in anderen Kampfstilen hohe Grade errungen haben und sich jetzt ausschließlich auf den WT-Unterricht konzentrieren.
Der sympathische 28jährige Ingo Vollmer ("sehe aber aus wie 23") lebt die chinesische Kampfkunst, - und hat es geschafft, so auch die ganz Sturen zu überzeugen. Die weiteren Schritte hat er bereits in Planung. Neben einer Schule in Bad Hersfeld, die schon läuft, soll auch Homberg zur eigenen WingTsun-Schule kommen.
Wenn der geeignete Raum gefunden ist, gibt es auch dort kein Hindernis mehr. Für alle Interessierten bietet Ingo Vollmer jederzeit ein Schnuppertraining an, denn man muß die Kampfkunst erlebt haben, um das "Geheimnis" WingTsun zu lüften.
Trainiert wird montags, mittwochs und freitags von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr in Fritzlar in der Martinsgasse 1.